Personalie Steffen Seibert: Hochverrat am Journalismus
Nennt mich naiv oder übertrieben moralisch. Aber ich fühle mich als Medien-Nutzer übelst verarscht, wenn politische und journalistische Top-Posten beliebig ausgetauscht werden, als ginge es um Fußball-Sammelkarten. Journalisten müssen unabhängig von der Politik sein und unbefangen über sie berichten! Dieses Prinzip wird ad absurdum geführt, wenn ein Regierungssprecher zum Rundfunk-Intendanten berufen und sein alter Job von einem Journalisten übernommen wird.
Dass der heute- und heute-journal-Moderator Steffen Seibert jetzt ins Lager der schwarz-gelben Koalition wechselt und Merkels neuen Regierungssprecher mimt, stellt die Glaubwürdigkeit seiner gesamten journalistischen Laufbahn in Frage. Wenn ein so renomierter Journalist plötzlich beschließt, doch ganz gerne auch mal für die andere Seite zu arbeiten, dann kommt das einem Verrat am gesamten politischen Journalismus gleich!
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